Die Initiative für Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

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Die Initiative für Gemeinschaftliches Bauen und Wohnen

Die Initiative bietet die Plattform, um all diejenigen zusammen zu führen, die das Thema des gemeinschaftlichen Bauens und Wohnens weiter voran bringen wollen. Sie richtet sich dabei sowohl an Professionist*innen wie Architekt*innen, Bauträger*innen und Politiker*innen als auch an Private, die das Bauen und Wohnen in Gemeinschaft für sich in Betracht ziehen. Ziel ist, die Entstehungsbedingungen für gemeinschaftliche Wohnformen zu verbessern und die Umsetzung konkreter Projekte zu unterstützen. Dazu bedarf es insbesondere politischer Entscheidungen und des Engagements durch die öffentliche Hand.

Gemeinschaftlich wohnen in Österreich – bisher die Ausnahme!

Wie in anderen europäischen Ländern sind auch in Österreich seit den 1960er Jahren immer wieder Wohnbauvorhaben durch Gruppen realisiert worden, die auf der Suche nach Wohnraum, der ihren individuellen Bedürfnissen entspricht, und einem Leben in einer Gemeinschaft aktiv wurden. Dabei entstanden in Wien so bemerkenswerte Projekte wie "Wohnen mit Kindern", B.R.O.T. und die Sargfabrik, die an Aktualität nichts verloren haben.

Im Gegensatz zu anderen Ländern sind diese Projekte aber vereinzelte Ausnahmen geblieben, weil sie nicht zum Anlass genommen wurden, positive Rahmenbedingungen für ähnliche weitere Projekte zu schaffen – trotz vorhandener Nachfrage, wie die Folgeprojekte Miss Sargfabrik und B.R.O.T. Kalksburg belegen, die wiederum nur mit viel Glück, enormem Aufwand und der Unterstützung der "Altprojekte" zur Umsetzung gelangten. Auch die neuen, gegenwärtigen Projekte müssen wieder als Pilotprojekte beginnen, statt auf die Erfahrungen der Vergangenheit aufbauen zu können.

Rahmenbedingungen schaffen für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen!

Die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen setzt sich für die Schaffung rechtlicher, organisatorischer und wirtschaftlicher Rahmenbedingungen ein, die es den Menschen ermöglichen, selbstbestimmt und gemeinschaftlich Wohnprojekte zu initiieren und umzusetzen. Zu diesen Rahmenbedingungen gehören Vernetzung, Beratung und Information, die Anpassung der Förderbedingungen, neue Finanzierungs- und Kreditmodelle, Know-how-Transfer und, vor allem, das Vorhalten bezahlbarer Grundstücke zur Vergabe an bauwillige Gruppen durch die öffentliche Hand.

Die Initiative für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen will einen Kristallisationspunkt schaffen. Wissen und Erfahrungen sollen systematisch zusammengetragen, Interessent*innen vernetzt werden, um die Nachfrage nach gemeinschaftlichen Wohnformen und selbstorganisierten Baugemeinschaften sichtbar zu machen und an der Schaffung von Rahmenbedingungen mitzuarbeiten. Sie ist als Verein organisiert, parteipolitisch unabhängig und handelt ohne wirtschaftliches Eigeninteresse.